9 Monate in Panaman

Hallo an Alle 🙂 Ich dachte ich melde mich auch mal wieder zurück. Die letzten Wochen war wieder ziemlich was los…

Gehen wir mal einen Monat zurück. An Ostern war ich mit Eva und Ralf im Urlaub und es war traumhaft. Wir haben super viel gesehen und ich denke, dass sie einen tollen Einblick in das Leben hier hatten. Am schönsten war jedoch die Zeit zusammen und wieder rauszukommen. Endlich wieder Familie um sich zu haben!!!

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Trotzdem musste ich nach dem Urlaub auch wieder Anfangen zu arbeiten. In der Schule hat sich leider nichts verändert, immernoch alles beim Alten. Malambo hat jedoch sein 129 Jubiläum gefeiert mit vielen Tänzen und Vorführungen. Im Heim ist jedoch zur Zeit ziemlich entspannt. Die Kinder beschäftigen sich gut alleine und spielen für sich, mit den Frauen verstehen wir uns sehr gut. Nach den Ferien haben wir aber ein kleines „Projekt“ gestartet. Wir haben ein deutsches Osterfest veranstaltet. Das war nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Mitarbeiter ziemlich spannend. Als wir Ostereier gefärbt haben, war das Haus voll und die Erwachsenen wollten auch ein buntes Ei. Der Sinn  hinter den Osternestchen bzw. Der Ostereier suche  wurde auch nicht so verstanden. Die bunten Eier wurden nämlich direkt nach dem Färben gegessen, teilweise auch mit Schale. In die Nestchen haben die Kinder zum Schluss ihren Müll reingepackt und haben sie weggeschmissen, anstatt sie zu verzieren. Aber hey, auch wenn es nicht so abgelaufen ist wie geplant, hat es die Kinder gefreut und das ist die Hauptsache 😀

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Ansonsten ist es gerade aber eher schwierig was die Gefühlslage betrifft. Ich hab lang überlegt ob ich das hier schreiben soll, aber es gehört eben auch dazu :

Es nervt einfach nur, dass man so eingesperrt ist.  Es gibt hier das Malambo Gelände und sonst nichts. Man kann nach einem blöden Tag nichtmal kurz einen Spaziergang machen um den Kopf frei zu bekommen. Es gibt das Zimmer oder den kleinen Bolzplatz . Diese blöden Tage gibt es zur Zeit einfach immer öfters. Die Arbeit in der Schule macht echt absolut keinen Spaß, nur schreiende Kinder von 6.30 – 12.00 Uhr . Und es gibt eben Hannah und mich und sonst niemanden hier mit dem wir uns gut verstehen. Das ist echt anstrengend ohne soziale Kontakte zu sein und geht mir sehr an die Nerven. Klar  kann man sich am Wochenende mit den Chapala Jungs treffen aber dann halt bis 23 Uhr, danach wird das Tor abgeschlossen oder unsere Mitbewohner sperren uns aus. Neulich haben wir und hier in Malambo getroffen um zu chillen, zu essen, ein paar Bier zu trinken. Eigentlich nichts dabei oder? Pustekuchen. Wir durften uns den Anschiss unseres Lebens abholen. „ Männer sind verboten in Malambo“ (hat uns keiner gesagt) , „ Besuche müsst ihr  bei den Nonnen anmelden und die müssen genehmigt werden“ ( hat uns auch keiner gesagt) , „ Das war mitten in der Nacht“ (von 20 – 23 Uhr ; laut Malambo von 21.30 – 24.30 , aber hey die müssen’s ja wissen), „ Das war ein großer Fehler“,  „Ihr seid kein Vorbid für die Kinder wenn ihr euch mit Männern trefft und Alkohol trinkt“ (wir elendigen Alkoholiker) , „Wenn ihr Freizeit haben wollt, müsst ihr Malambo verlassen und auswärts schlafen“, „ die Nonnen wollen so leben, ihr müsst das respektieren / auch tun“ (eine Nonnenausbilung aufs Haus -super) , „dieses mal ist es ja noch nicht zu sexuellen / liebes Handlungen gekommen aber nächstes mal…?“ – Mütter sperrt eure Söhne weg, Hannah und Melina haben Freizeit !!!!

Da vergeht einem die Lust zu helfen und den Leuten die ganze Zeit entgegen zu kommen. Man kann eigentlich alles in einem normalen Ton sagen und wie Erwachsene darüber sprechen oder diskutieren, aber nur Anschuldigungen zu machen und in so einem Ton, der wirklich unterirdisch war, muss auch ich nicht mit mir sprechen lassen. Respekt muss von beiden Seiten kommen.

Aber gut. Nächste Woche sind die Schluss Examen und die Woche darauf Ferien. Gegebenenfalls werden wir uns für ein paar Tage eine Auszeit nehmen, um uns auf den Urlaub mit der Körner an Pfingsten vorzubereiten 🙂 Dann heißt es erstmal  zwei Wochen Entspannung. Und danach kann ich ja quasi schon meine Koffer packen und es ist geschafft 🙂

Soweit wieder ein Update von mir.

Muchos saludos y besos 🙂

Eure Melina

 

7 Monate in Panama

Hallo an Alle 🙂 Wie jeden Monat gibt es auch jetzt wieder einen neuen Blogbeitrag. 7 Monate sind es jetzt schon hier in Malambo. Ganz ehrlich,mir kommt es länger vor 😀  Aber die letzten Wochen stand wie immer viel an.

Ende Februar hatten wir unser Zwischenseminar in Santa Fe. Ein super schönes und ruhiges Örtchen mitten in der Natur. Wir haben über viele Themen gesprochen und seehhr  viel reflektiert. Im Großen und Ganzen ist es aber gut gewesen.

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Eine Woche nach dem Seminar war auch hier in Panama der Carnaval. Und ich sag euch Leute, das war mega!! Es ist zwar komplett anders als in Deutschland, aber gut, das war ja eigentlich klar. Es läuft so ab, dass am ersten Carnavals Tag die „Reinas“ (Königinnen) gewählt werden. Die darauffolgenden Tage gibt es dann Umzüge. Jede Reina hat dann ihren eigenen Wagen, den sie und ihr Team jeden Tag aufs neue verziehren und schmücken. Wenn die Reina dann mit ihrem prächtigen Wagen durch die Menge fährt wird auch mit Wasser rumgespritzt. Das ist auch echt sehr angenehm, da es hier grade so zwischen 30 und 35 Grad hat. Hinter dem Reina Wagen fährt dann auch ein Wagen der Anhänger der LGBT Gemeinde (hier in Panama wird es aber nur der Gay-Wagen genannt) inklusive einer Band und ihrer eigenen Reina. Es gab auch noch kleine Bühnen auf denen Live Konzerte gespielt wurden. Ansonsten ist es ähnlich wie unser Fasching, es wird getanzt und getrunken. Wir waren aber auch dort eine kleine Attraktion. Jeder wollte Fotos mit uns und wir Mädels haben viele viele Liebeserklärungen und Heiratsanträge bekommen 😀  Es war echt ein schönes Erlebnis. Gewohnt haben wir während des Carnavals bei Bekannten eines Padre von Chapala. Die haben uns auch am ersten Tag gleich eingepackt und mitgenommen. Für mich hat sich dieser ganze Carnaval eigentlich eher wie so ein Open Air Festival angefühlt. Aber es war wieder ein schönes Erlebnis.

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Trotzdem hat für uns auch wieder der Alltag angefangen. Vor zwei Wochen  hat die Schule wieder angefangen. Die Lehrerin, mit der ich unterwegs bin, hat neue Klassen bekommen. Wir unterrichten jetzt Pre Kinder, Kinder, A R1 (Kinder mit Behinderung),1. Klasse und die 5. Klasse. Es ist soweit ok für mich, jedoch fühle ich mich mit den ganz Kleinen nicht so wohl, da der Unterricht für die genau gleich abläuft wie für die Großen. Das heißt sitzen und Aufgaben machen. Nur ist das für 3-6 Jährige Kinder unmöglich, aber so läuft es halt. Deswegen bestehen meine Konversationen mit den Kindern hauptsächlich aus „nein“, „lass das“, „komm wir setzten uns hin“, „mal die Wand nicht an“ und „hör zu“.  Das ist aber gar nichts im Gegensatz zu dem, was die Leher den Kindern teilweise an den Kopf werfen:  „Kinder die nicht mitmachen sind hässlich“ , „ Du bist schlecht“ , „Schaut alle mal her, dieses hässliche Bild hat Kind XY gemalt“, „Alle Kinder sind weiter als du, du kannst nichts“ …. Das ist halt schon krass und so möchte ich das eben nicht machen!!  Die Kinder respektieren mich dann eben nicht so, wie sie die Lehrer respektieren aber ich kann Nachts wenigstens  mit einem gutem Gewissen schlafen. Das einzig „gute“ daran ist, dass die Kinder es nicht anders kennen. So ist das System hier. DRUCK DRUCK DRUCK. Für mich ist es hart zu sehen da ich weiß, dass es anders geht, für die Leute hier ist es aber normal. Und so blöd es klingt, man gewöhnt sich daran.

Auch im Heim hat sich viel getan. Die Jungs mussten umziehen. Sie leben jetzt in „ciudad del ninos“, einem Heim nur für Jungs. Wir waren zum Glück nicht da als sie abgeholt wurden, sonst wären sicher viele Tränen geflossen. Die Jungs haben sich jedoch sehr darauf gefreut umzuziehen, von dem her war es für sie auch nicht schlimm. Aber auch die älteren Mädchen sind ein Haus weiter gezogen. Sprich jetzt sind wir nur noch mit den „Chiquis“ , den Kleinen. Aber auch das ist ok, sie beschäftigen sich hauptsächlich mit sich selbst und lassen ihrer Fantasie freien lauf.

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Kommendes Wochenende haben wir zusammen mit Niklas und Johannes einen kleinen Ausflug auf die Isla Grande geplant. Und in 2,5 Wochen kommt auch schon meine Dodde vorbei. Ich freue mich auf die nächsten und letzten Monate in Panama.

Soweit wieder von mir 🙂

Muchos saludos y besos

Eure Melina

 

 

 

 

JMJ / Kolumbien

Hallo ihr Lieben:)

JMJ:

Wie ihr ja alle wisst, stand die letzten Wochen relativ viel an. Ende Januar war der JMJ, der Weltjugendtag, hier in Panama. Das war für sehr sehr viele Meschen der Anlass sich auf die Reise zu machen und das alles mitzuerleben. Die Pilger waren in verschiedenen Locations untergebracht. Wir in Malambo hatten auch ca. 500 Gäste aus gefühlt allen Ländern der Welt.  Australien, Hong Kong, Slowakei, Angola, Costa Rica, USA,  Nicaragua, Argeninien, Kolumbien etc. ( Ich denke ihr könnt euch das Ausmaß an Ländern vorstellen, deswegen zähle  ich nicht weiter auf) . Die Peregrinos  sind eine Woche vor dem eigentlichen JMJ angereist und haben in Klassenzimmern oder in den Häusern der Kinder geschlafen, da diese zu der Zeit in den Vacaciones waren. Sie haben dann einfach ein bisschen im Malambo Alltag mitgeholfen wie z.B. Die Klassenzimmer ausgeräumt und geputzt, Gartenarbeiten erledigt oder die Fassade gestrichen. Ehrlichgesagt waren wir ganz froh drum, dass sie das erledigt haben,sonst hätten wir es wahrscheinlich machen müssen 😀 Die Pilger waren aber auch im Babyhaus und haben die Frauen dort „unterstützt“. Es waren halt viiiiel zuviele Menschen in dem Haus. Auf jedes Baby kamen 2 Personen und das war dann eher Stress für  die Kleinen . Außerdem waren auch wirklich Situationen dabei, bei denen man sich an den Kopf fassen musste. Ihr müsst wissen, dass im Babyhaus auch Kinder mit Beinderungen  und HIV leben. Ok, wenn man weiß dass einige Kinder HIV haben muss man vorsichtig sein und darf auch nachfragen –  gar kein Problem aber wenn sich eine Frau dann Handschuhe anzieht weil sie ein Kind mit Downsyndrom tragen „muss“  ist meiner Meinung nach irgendwie eine Grenze überschritten. Der kleine Knirps ist doch nicht giftig. Genau so wie die anderen Kinder nicht giftig sind(!!!!) Ja sie haben teilweise HIV aber das wird medikamentös behandelt und dann ist es einfach nur unter der Gürtlellinie zu sagen „mich fasst ihr bitte nicht an“. Aber naja. Ansonsten war alles eigentlich positiv. Abends waren immer Veranstaltungen, in denen sich die verschieden Länder und Kulturen vorgestellt haben.

Als dann aber der eigentlich JMJ begonnen hat , also die Zeit in der auch der Papst da war, sind unsere Pilger in die Stadt umgezogen. Und wir?  Wir sind irgendwie in Chapala bei unseren anderen Freiwilligen Niklas und Johannes gelandet. In Chapala waren auch Pilger  u.a. Auch aus Deutschland. Die haben uns auch alle ganz lieb aufgenommen und wir durften überall mit hin und hatten super viel Spaß.

Es war im großen und ganzen ein echt cooles Erlebnis. Man hat so viele Menschen kennengelernt aus allen Teilen der Welt, sich ausgetauscht und zusammen gefeiert. Die Religion stand da ,  zum Glück, nicht bei allen im Vordergrund, sondern hauptsächlich das zusammensein und der Austausch 🙂

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Kolumbien:

Kolumbien –  an was denkt man da als erstes? Kriminalität, Drogen, Gewalt, Pablo Escobar, Narcos? Oder eher an Freundlichkeit, Entwicklung, Stolz und Schönheit?

Angefangen haben wir in Cali. Cali ist die Stadt des Salsas. Und Die Wahlheimat von Felix, den wir besucht haben. Wir  haben eine tolle Stadtführung bekommen und es gibt wirklich schöne und spannende Ecken. Wir waren nur 1,5 Tage dort, deswegen kann ich da nicht soviel drüber erzählen, da wir eigentlicher die Touri Hotspots abgefahren haben.

Cali:

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Von Cali ging es dann weiter nach Salento. Salento ist ein kleines Dorf irgendwo im nirgendwo in der Natur. Und Leute ich sag’s euch- ein Träumchen. Alles ist so schön! Wir haben von dort aus eine Tour in‘s Valle de Cocora gemacht, dort gibt es die höchsten Wachspalmen der Welt. Außerdem haben wir eine Kaffetour gemacht, welche auch sehr spannend war. Es dauert vom Sähen bis zum Verschiffen der Bohnen ca. 3-4 Jahre. Pflanzen, pflücken, aussortieren, schälen, aussortieren, waschen, aussortieren, rösten, aussortieren, nochmal schälen und nochmal aussortieren . Schon verrückt welche Arbeit dahinter steckt.  Der gute Kaffee bleibt aber ja gar nicht in Kolumbien, sondern wird nach Europa etc. Verschifft. Die Kolumbianer trinken quasi den „Müll“ (angefressen von Tieren, halb gereift, falsch geröstet etc.)  der  für uns aussortiert wird. Das hat dann auch erklärt warum mein Frühstücks Kaffe nicht so super geschmeckt hat wie ich erhofft hab. Also ein Appéll an euch: genießt euern Kaffee in vollen Zügen, es steckt wirklich super viel Arbeit dahinter!!

Salento:

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Von Salento aus sind wir dann nach Medellín gefahren. Die Stadt des ewigen Frühlings. Aber auch die ehemals gefährlichste Stadt der Welt. Davon haben wir aber absolut nichts gemerkt. Was total krass ist, denn vor weniger als  20 Jahren war die Kacke noch ordentlich am Dampfen. Klar gibt es immernoch Viertel in denen man sich nicht aufhalten soll, aber wenn man sich daran hält und die Dinge wie immer mit gesundem Menschenvertand angeht braucht man keine Angst zu haben.  Wir haben in Medellín viele schöne Dinge erlebt. Unser Hostel war im Hipster Viertel El Poblado, wir waren im botanischen Garten, im Parque Arvi, in den pueblitos paisas, haben das malerische Örtchen Guatapé und  el Peñol besucht , waren Paragliden und in vielen Museen, haben free walking Tours durch el centro und durch die comuna 13 gemacht. Die Touren waren super interessant! Es wurde viel über den Wandel der Stadt erzählt und der kann sich sehen lassen. Die Menschen haben einiges durchleben müssen. Drogenkrieg, Guerilla, Militär und Regierung, alle bekämpfen sich gegeneinander. Aber darauf will ich gar nicht eingehen. Viel wichtiger ist, wie zuversichtlich und glücklich die Menschen sind nach all dem, was passiert ist. Und sie sind stolz! Super stolz auf ihr Land , auf ihre Stadt, auf die Entwicklung die sie hingelegt haben.

Was sich auch sehen lassen kann, ist das METRO System, bestehend aus SBahn, Tram und Gondeln. Gondeln? Richtig! Da Medellín quasi in einem Kessel liegt gibt es Gondeln, die in die am Berg liegenden Viertel fahren. Man muss dazu sagen, dass dies Viertel nicht unbedingt schön anzusehen sind. Wellblechhütten teils ohne Dach. Und dann sitzt man da als Europäerin drin und schaut Wort wörtlich auf sie herab. Da wird es einem schon mulmig…  Blöd gesagt kennen wir es ja aber auch von Panama und sind da ein bisschen abgehärtet.

 

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Da ich aber wieschon gesagt nur Touristin in Kolumbien war und dadurch auch das Leben und die Leute nur oberflächlich kennengelernt habe, möchte ich euch auf den Blog von Felix aufmerksam machen. Er war für 1,5 Jahre Freiwilliger in Cali und hat somit viel mehr mitbekommen was Kolumbien betrifft. ( https://felix-goes-weltwaerts.webnode.com/ )

Soweit mal wieder von mir. In den nächsten Wochen haben wir auch wieder relativ viel Programm :  Das Zwischenseminar, Carnaval und der Schulbeginn. Mal schauen wie das alles so wird.

Muchos saludos y besos

Eure Melina 🙂

Neues Jahr, Neues Glück

FELIZ AÑO NUEVO A TODOS !!

Auch ich bin gut in‘s neue Jahr gestartet. Wie die meisten wissen, hat mich über Weihnachten und Silvester meine Familie besucht. Es war eine wunderschöne Zeit und wir haben sie, denke ich jetzt mal, alle genossen. Klar hat sich vieles getan die letzten Monate aber irgendwie war‘s halt auch wieder wie immer. Aber so soll es ja auch sein. Wir haben tolle Ausflüge gemacht und waren natürlich auch in meiner Einsatzstelle in Malambo. Es haben sich alle sehr gefreut meine Familie kennenzulernen und ich denke andersherum war es genau so.   Hier noch ein paar Eindrücke:

 

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Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Ich wollte euch auch mal daran teilhaben lassen, was bzw. Wie sich alles so Entwickelt hat im letzten Jahr, inzwischen ist ja schon Halbzeit, 5 Monate sind geschafft 🙂

Eigentlich möchte ich gar nicht daran zurückdenken wie ich mich in den ersten Wochen/ Monaten gefühlt habe. Denn die waren einfach absolut beschissen. Alles war neu, alles war anders  und  klar kann man jetzt sagen „aber das wusstest du ja bevor du gegangen bist“  aber so einfach ist das gar nicht wenn die Situation dann plötzlich wirklich eingetreten ist und man auch echt ganz alleine ist und sich alleine damit auseinandersetzen muss. Das war dann ein riesen Berg, der in dem Moment viiiieeel zu groß war und ich hab mir echt gedacht „niemals schaffst du das“.  Ich hab noch zu meiner Mama am Telefon gesagt „ich Versuch es höchstens 2 Monate, dann komm ich Ende September wieder Nachhause“. War wohl nix – jetzt ist es Januar und ich bin immernoch hier 😀 Aber Spaß beiseite, das war echt ne verdammt schwere Zeit. Mal abgesehen von dem Heimweh war auch die Arbeit nicht so das, was ich mir vorgestellt hab. Alles war anders als es uns Evivo gesagt hat. Klar wussten wir auch dass es eine Pionierstelle ist, aber es war wirklich absolut nichts ausgemacht. Malambo wusste unsere Vornamen und das war‘s. Alle waren unsicher und mussten erstmal auf die Situation klar kommen. Wir mit Kulturschock – Malambo wahrscheinlich auch.  Und so hat das dann alles ziemlich holprig angefangen. Auch mit den Betreuerinnen im Heim. Ich hab ja am Anfang auch geschrieben, dass da absolut keine Berühungspunkte waren und wir meist ignoriert wurden. Sprechen konnte man leider auch nicht, da sie kein Englisch sprechen und wir konnten kein Spanisch.  Schwierig. Aber auch unsere Freizeit mussten wir un erkämpfen. Dadurch dass wir uns hier nicht Wohlgefühls haben wollten wir am Wochenende nur eins – raus aus Malambo. Leider wurde das auch nicht so gern gesehen. Es hieß immer nur „Panama is ein gefährliches Land; wir machen uns Sorgen;  Ihr kennt euch nicht aus; Ihr seid eine leichte „Beute“ ….  Klar war und ist mir bewusst, dass Panama nicht Sondefingen ist und auch dass ich echt aufpassen muss aber ich mein, wenn man einfach einen gesunden Menschenverstand hat und es nicht drauf ankommen lässt wird das ja ok sein?

Irgendwie ist das alles aber dann nochmal ein bisschen eskaliert. Als Evivo ns einen Besuch abgestattet hat, fielen Sätze wie „ sie fordern nur; wenn sie wollen dürfen sie hierbleiben, wenn nicht dann nicht; sie machen was sie wollen…“ –  nicht schön sag ich euch. ABER endlich wurde mal ausgesprochen was das Problem war und sowohl Malambo als auch Wir konnten erklären warum man in gewissen Situationen so gehandelt hat. Wir wussten davor nicht was wir denn falsch machen. Nach diesem Gespräch haben sich dann viele Missverständnisse von beiden Seiten aufgedeckt. Auch mit den Betreuerinnen im Haus hat sich alles geklärt. Es ist so, dass hier oft „Freiwillige“ für 1-2 Tage oder auch mal nen Monat vorbeischauen. Das ist dann aber eher so ein Social Media Ding à la #volunteer #Kinderheim #ichbinsoengagiert und sowas ist nur eins – nervig. Und wir vermuten, dass sie halt gedacht haben dass wir auch nur so zwei #girls sind und nach der Zeit halt wieder zurückgehen und unser #luxusleben weiterführen. So ist es ja aber nicht und das ist inzwischen auch klar und jetzt verstehen wir uns echt alle super. Auch das ewige Sorgen machen hat einen Hintergrund. Malambo hatte mal 2 Freiwillige da, die in die Berge zum Wandern gefahren sind. Leider sind die 2 nichtmehr zurückgekommen. Wenn sowas halt mal passiert ist klar, dass man da nochmal vorsichtiger ist. Wir haben da auch nochmal sehr lange darüber gesprochen und auch deutlich gemacht das wir vorsichtig sind, dass wir nicht durch irgendwelche Gegenden laufen die wir nicht kennen, beim feiern nicht auf Männerfang sind, nicht mit Fremden mitgehen und dass wir aufeinander aufpassen. Und das war auch wichtig, denn inzwischen ist das Vertrauen da.

Alles in Allem starte ich richtig motiviert in das neue Jahr. Inzwischen bin ich angekommen und darüber bin ich sehr froh und ich glaube, dass jetzt die „gute Zeit“ beginnt. In den nächsten Wochen steht auch relativ viel an. Ende Januar ist hier in Panama Stadt der Weltkirchentag ( JMJ ) und es werden ca. 500 Menschen nach Malambo kommen und in der Zeit hier sein. Außerdem kommen Carina und Elena vom Evivo Team vorbei. Dann haben wir noch eine Reise nach Kolumbien geplant und unser Zwischenseinar haben wir auch noch. Die Zeit rennt.  Aber ich freue mich auf alles was noch ansteht.

Unterm Strich würde ich sagen, dass sich alles zum positiven entwickelt hat und ich bin echt glücklich das alles erleben zu können. Soweit wieder von mir.

Muchos saludos y  besos

Eure Melina 🙂

4 Monate in Panama

Hallöchen Ihr Lieben, ersteinmal ein ganz ganz ganz großes „lo siento“ für meine Abwesenheit hier auf dem Blog aber irgendwie war doch ganz schön viel los hier.

Ende Oktober hatte ich ja Geburstag. Dazu gibts aber gar nicht so viel zu sagen. Klar es war irgendwie komisch aber auch schön. Wir haben morgens mit den Kindern und Betreuern im Hogar gefeiert und Abends mit den anderen Deutschen.

Ein Teil unserer „Malambo – Gang“ beim Geburtstag feiern:

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Viel interessanter war aber der November.

Der November ist hier der „mes de la patria“, es werden sehr sehr viele Tage und Feste gefeierte. Darunter den „dia de los Ninos“ ( 01.11.), die „dias patrias“ (02.11 – 05.11) an denen die Unabhängigkeit Panama’s von Kolumbien, die Nationalflagge, und Colóns Unabhängigkeit von Kolumbien gefeiert wird, den „dia de los estudiantes (17.11), den Unabhängigkeitstag von Spanien (28.11) und den „dia de los maestros“ (30.11).

Die größte Fiesta findet an den „dias patrias“ statt. Malambo hatte eine eigene Schulband/ Marschkapelle die wirklich sehr oft, quasi rund um die Uhr geübt hat. Hannah und ich hätten wahrscheinlich selber mitlaufen können, da wir alle Lieder und den Rhythmus auswendig kannten. Aber klar es wurde über ca. 1 1/2 Monate jeden Tag geübt und man hat es überall gehört 😉  Aber das üben hat sich gelohnt,  unsere Band hat den 2. Platz an einem „Paradenwettbewerb“ gemacht (wir haben uns echt gewundert, denn es lief – für deutsche Verhältnisse – alles sehr chaotisch ab mit den Proben etc.). Diese Paraden sind auch sehr typisch uns werden eigentlich bei jedem großen Ereignis organisiert. Es läuft dann so ab, dass jede Schule im Umkreis eine Band zusammenstellt. Die Band besteht aus der Marschkapelle, Mädchen und Jungs in der Tracht, Mädchen mit einem Fächer und Fahnenschwingern. Grob geschätzt können waren das schon 80 – 100 Kinder. Die Malambo Band hatte sogar einen Choreografen der ihnen die Abläufe etc gezeigt hat.

Dekoriert wurde natürlich auch alles. Die Gebäude, die Klassenzimmer, die Aula, öffentliche Plätze aber auch Im Bus, in Eingangshallen, die Supermärkte, die Sehenswürdigkeiten… wirklich alles!  Die Schüler und Lehrer waren auch sehr geschockt als wir erzählt haben, dass es in Deutschland so etwas nur bei der WM gibt. Es ist völlig unverständlich, dass man keine Flagge im/am Haus oder in der Schule hängen hat oder auch die Nationalhymne nicht mnd. Einmal die Woche singt. Außerdem findet über diese Tage das Flaggenverbrennen statt. So ganz haben wir‘s auch nicht verstanden aber der Hintergedanke ist, dass für die alten, kaputten Flaggen neue entstehen können.

Dadurch dass soviel Feiertage waren, haben wir auch die Chance genutzt und sind ziemlich viel unterwegs gewesen. Über die „dias patrias“ waren wir auf den Bocas del Toro, eine Inselgruppe in der Karibik. Es war echt ein mega Erlebniss! Obwohl die Anreise ersteinmal schwierig war… Wir hatten schon im Voraus Bustickets gekauft, welche aber an dem Abend der Abfahrt nicht gegolten haben. Es wurde damit argumentiert, dass das Datum auf dem Ticket das Abreisedatum darstellen soll und nicht das Kaufdatum. Das war aber natürlich , Entschuldungen für meine Ausdruckweise, absoluter Schwachsinn, denn es stand wirklich nur „Datum“ auf den Tickets und wir konnten es ja nicht wissen wie das jetzt gemeint war. Zwischendurch hieß es dann, dass wir vielleicht in einem späteren Bus noch mitfahren können das aber nicht sicher sei. In der Zeit haben wir uns dann ein anderes Ticket nach David gekauft, um von dort aus dann auf die Bocas zu kommen, da wir der Dame vom Bocas-Bus nicht mehr soviel Vertrauen geschenkt haben. Letztendlich hat es dann aber geklappt, nach 4 h warten und den halben Preis nochmal zu bezahlen saßen wir im Bus. Und es hat sich gelohnt! Wir haben hauptsächlich die Seele baumeln lassen. An einem Tag haben wir eine Tour gemacht. Eigentlich dachten wir, dass wir nur auf die Isla Zapatilla gehen würden, Waren dann aber auch Delfine schauen und schnorcheln im Korallenriff.

Isla Zapatilla:

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Der andere längere Ausflug ging erst nach Chitré und danach zum Playa Venao. In Chitré gibt es eine kleine „Wüste“ die wir sehen wollten. Wir haben es und schon anders vorgestellt aber es war ok. Diesesmal hat die Anreise auch erstaunlich gut geklappt. Mit dem Bus nach Chitré, dort eine Nacht geschlafen von dort aus nach Las Tablas nach Pedasí und von dort aus an‘s Hostel zum Playa Venao. Dort haben wir dann einen Surfkurs gemacht und waren eine Tag auf der Isla Iguana. Dort waren wir auch schnorcheln. Es waren auch ein paar wunderschöne Tage.

 

Wüste Chitré:

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Playa Venao:

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Isla Iguana:

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Das war mal so das November / Urlaubsupdate. Nächste Woche beginnen auch endlich die großen Ferien vom 04.12.2018 bis zum 11.03.2019 wurde uns mal durchgegeben, aber wie Ihr ja inzwischen auch wisst kann sich das noch ein paar mal ändern. In dieser Zeit arbeiten wir dann den ganzen Tag im Hogar. Wir sind mal gespannt aber es wird sicher anstrengend. In der letzten Zeit sind auch nochmal ca. 5 Kinder dazugekommen. Unsere Gruppe wird immer größer – leider.  Ansonsten steht auch noch sehr viel an über die Ferien aber dazu werde ich Euch nach Weihnachten berichten 😉

Soweit mal wieder von mir.Ich wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit!

Muchos saludos y besos

Eure Melina 🙂

2 Monate in Panama

So inzwischen bin ich schon zwei Monate hier in Panama. Und wie jeden Monat schreib ich euch einen kleinen Blogbeitrag. In Bezug auf meine Arbeit und meine Gefühlslage hat sich soweit mal nichts geändert, alles ist immernoch „mal so mal so“.

Was mich in letzter Zeit eher beschäftigt  ist, wie unterschiedlich Panama sein kann. Wir waren vor ein paar Wochen in Valle de Antón ( der weltgrößte besiedelte Vulkankrater ) und haben dort verschiedenen Backpacker kennengelernt. Irgendwann kam dann natürlich auch diese klassische „und wie findet ihr Panama“ Frage auf. An sich kein Thema, aber unsere Ansichten waren komplett verschieden. Die Backpacker haben von all den freundlichen, liebenswerten,offenen, hilfsbereiten und lustigen Menschen gesprochen und wie wunderschön und  Panama ja ist und und und…. Wir saßen erstmal da und haben uns gefragt ob wir schon vom selben Land sprechen. Kein Wort über die Leute die dir „Gringa“ hinterherschreien, Kinder die mit blauen Flecken in die Schule kommen, die sich mit ihren 4 Geschwistern ein Bett teilen müssen oder Gegenden in denen man sich as Europäer / Amerikaner nicht aufhalten sollte.

Viele habe ein falsches Bild von Panama. Oh Panama der Kanal, die Witschaft – eine suuuper Entwicklung. Das stimmt auch, aber das ist nur der eine Teil von Panama. Der andere Teil sieht nicht so rosig aus.  Wenn man an der Cinta Costera ( Strandpromenade) steht sieht man auf der linken Seite die komplette Skyline, Luxushotels, Banken Hochhäuser wohin das Auge reicht. Auf der rechtenSeite sieht man dann die Altstadt. Klar Casco Viejo kann sich sehen lassen, aber um nach Casco zu komenmuss man erstmal durch ein paar nicht so schöne Viertel durch. Sprich links der extreme Luxus, rechts die extreme Armut.

Durch die Arbeit bekommen wir auch Dinge mit, die Urlauber eben nicht mitbekommen. Und das ist dann schon extrem traurig. Letzte Woche stand auf einmal ein Mädchen im Wohnzimmer, welches für eine Nacht hier bleiben würde. Das Mädchen war 12 Jahre alt, sah aus wie 8, und war schätzungsweise im 5. Monat schwanger…  Aber darauf möchte ich gar nicht weiter eingehen.

Es geht eher darum, dass man hier vieles wieder zu schätzen weiß.  Es sind klar die großen Dinge wie Sicherheit, Hygiene, Struktur oder Bildung. Aber auch die „kleinen“ Dinge, die zuvor einfach selbstverständlich waren. Kommunikation zählt da z.B. Dazu. Klar sprechen wir hier mit den Leuten aber alle sind noch ziemlich distanziert. Es fängt hier eben keiner „wie war dein Tag so“,  „geht es dir gut“ oder „gibt es was neues“. Auch das Them Haushalt oder die Planung vom Alltag war nie wirklich Thema. Da schätzt man schon sehr, dass der Kühlschrank zuhause immer voll ist, man sich ohne Probleme Gemüse leisten kann oder man mal kurz das Auto haben kann. Apropos Auto. Wen man hier ein Auto besitzt hat man es quasi geschafft. Ein Auto ist ein richtiges Luxusgut. In Deutschland bekommen es viele zum 18. als Geschenk,  hier kauft man sich mit ca. Ende 20 / Anfang 30 eins  weil es davor einfach nicht Möglich ist( Das zählt jetzt natürlich nicht für alle Menschen hier aber ich würde sagen für den größeren Teil der Menschen hier).  Auch eine Sache, in zuhause ziemlich normal geworden ist. Ich könnte euch noch 1000 weitere Dinge aufzählen ( Spülmaschine, Sauberkeit, Ruhe, Privatsphäre, Freiheit….) aber  Ich glaube ihr habt das Prinzip verstanden 🙂

Ich möchte euch jetzt aber auch kein falsches Bild von mir vermitteln. Ich sitze auch nicht jedes Wochenende in Malambo und schaue mir nichts an wegen der Ungerechtigkeit. Aber ich schätze jeden Ausflug und alles was ich hier sehen darf. Ich bin auch wirklich sehr froh, dass ich nicht nur das schöne Panama kennenlerne sondern auch die andere Seite. Und mich für die andere Seite einsetzen kann!

 

Soweit mal ml wieder ein kleines Update. Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich geschrieben, denn es ist ziemlich schwer dieses komplexe Thema kurz zusammenzufassen. Bei Fragen könnt ihr euch gerne melden 🙂

Muchos saludos y besos

Eure Melina

Der erste Monat in Malambo

So…wie Ihr an der Überschrift schwer erkennen könnt, bin ich inzwischen einen ganzen Monat hier in Panama.

Morgens arbeiten wir weiterhin an der Schule. Daran hat sich nichts geändert, zum Glück, denn in der Schule macht die Arbeit im Großen und Ganzen Spaß. Nachmittags arbeiten wir auch immernoch im Mädchenheim, jedoch nichtmehr bei den Babys (normalerweise), sondern bei den größeren Kindern (3-5). Das war auch echt wichtig, denn mit den größeren Kindern kann man einfach besser, naja…man kann überhaupt mit ihnen „arbeiten“. Klar steht Englisch unterrichten jetzt nicht im Vordergrund aber man kann mit ihnen spielen und ihnen abseits vom TV eine Möglichkeit geben sich auszutoben bzw. etwas neues zu lernen. Außerdem ist es wirklich ein tolles Gefühl wenn man nur die Straße runterläuft und einem 6 Kinder entgegenkommen und lauthals „MELINAA“ „HANNAHH“ schreien und fragen, ob wir heute wieder einen Drachen basteln oder die Tiere von Old McDonalds Farm aufmalen oder ob wir den kleinen Eduardo den ganzen Nachmittag an der Schaukel anschubsen  können. Ich sag’s euch -soviel gemalt und gebastelt wie hier hab ich nichtmal selbst als Kind 😀

Aber Spaß beiseite. Man erlebt auch andere Seiten von den Kindern. Viele der Kinder reagieren wirklich extrem aggressiv. Nicht nur auf die anderen Kinder sondern auch auf uns. Nicht direkt auf uns als Person, sondern z.B. wenn wir einem Kind mal ein Spielzeug wegnehmen, weil es ein anderes geschlagen hat. Dann bekommen wir hier auch oft mal n „Batsch“ ab oder werden angeschrien. Hannah wurde neulich eine Schere an den Hals gehoben und sie wurde gebissen. Mich hat versucht ein Kind anzuspucken. Wie reagiere ich in so einer Situation? Wie löse ich den Konflikt zwischen dem Kind und mir? Wie mach ich ihm klar, dass so ein Verhalten nicht geht? Wie reagiere ICH richtig? Und das alles mit dem Hintergrundwissen, dass alle Kinder hier ein ziemlich großes Paket mit sich zu tragen haben – kein Kind ist umsonst im Heim.

Fragen über Fragen…Sowas ist schon in Deutschland ziemlich schwer, für eine Person die sich noch nie so wirklich mit  der Erziehung von Kindern auseinander gesetzt hat, aber hier in einem fremden Land, in einer anderen Sprache ( die ehrlich gesagt noch nicht so gut sitzt), einer anderen Kultur ist das alles nochmal viiieeel schwerer.                                            Die Betreuerinnen regieren oft halt ähnlich wie die Kinder… werden laut, geben einen Klaps auf den Po oder ignorieren es einfach weil sich „der Stress nicht lohnt“ sich mit dem Kind auseinander zu setzen, morgen macht es ja das gleiche weder…. damit kann ich mich aber nicht abfinden – Kultur hin oder her aber so möchte ich eigentlich nicht reagieren… wir werden sehen was ich für eine Lösung finde.

Aber trotzdem sind die Kinder mir jetzt schon wirklich sehr an‘s Herz gewachsen. Delanie, die möchte,dass man ihr das ABC auf Deutsch vorsingt weil sich das so lustig anhört, oder Abel der seine Spielzeugautos stehen und liegen lässt und sich ganz ruhig an den Tisch setzt weil er weiß,dass wir ihm bei seinen Hausis helfen oder Noemi und Dylan die für ihr Leben gerne schaukeln und echt traurig sind wenn wir Nachmittags wieder gehen. Das sind so schöne Erlebnisse!!

Leider gibt es auch nicht so schöne Erlebnisse… Gerade unsere „Kollegen“ in den Heim- Häusern sind teilweise echt ein bisschen komisch zu uns. Manche sagen uns nicht „Hallo“ und „Tschüss“ oder sind, sobald wir kommen, weg – machen Pause, schlafen oder gehen auf die Terasse und schließen die Tür von innen ab. Wenn sowas passiert kommt man sich echt ziemlich, ziemlich beschissen vor und fragt sich warum  man eigentlich hier ist. Genau das gleiche denkt man sich auch, wenn man in einen Raum voller Kinder gesteckt wird in dem es keine Spielsachen gibt sondern nur einen Fernsehr. Dann sitzt man da uns denkt sich „ohman und jetzt?“.Und klar gibt es dann die schönen Erlebnisse mit den Kindern aber leider gleichen die nicht alles aus.

Aber wir sind ja auch nicht von gestern. Wenn wir mal  so eine richtig blöde Woche hatten geht‘s am Wochenende ab nach Panama City. Wir haben ein paar Leute kennengelernt (ich möchte nicht undankbar klingen aber es sind mal keine Nonnen und auch keine Frauen ü 40 – ü50) . Letztes Wochenende waren wir in Casco Viejo unterwegs, der Altstadt. Sowohl Tagsüber als auch Nachts wunderschön.  Unser nächster größerer Trip  geht nach Valle de Anton. Ich hoffe das wird auch wieder ein „ach wie schön ist Panama“ Moment.

Soweit mal ein kleines Update von mir 🙂

Muchos saludos y besos

Eure Melina

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Miraflores Schleusen / Panamakanal
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Amador : Halbinsel vor Panama City – ein genialer Blick auf die Skyline
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Jubiläum 500 Jahre Panama la Vieja: Eine riesige Parade mit verschiedenen Marschkapellen und Menschen in den traditionellen Kleidern , den „Polleras
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„Diablico“
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Casco Viejo

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Panama la Vieja: Die erste Stadt in Panama, sozusagen das erste „Panama City“

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Die Schüler bei der morgendlichen Andacht ( Montags ist volles Programm, inklusive Nationalhymne und Flagge hissen)

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Das Gelände des Mädchenheims

 

Aller Anfang ist schwer :)

Die Anreise

Aller Anfang ist schwer. Das fand ich ganz passend in Bezug auf unsere erste Woche hier in Arraijan. Wie wahrscheinlich schon die meisten hier mitbekommen haben, bin ich erst eine Woche später geflogen als eigentlich angedacht. Das 2. Mal hat es aber dann ganz gut geklappt. Wir hatten einen ziemlich langen Aufenthalt in Newark am Flughafen da das Flugzeug, dass nach Panama geflogen ist, auf Grund eines Sturms nicht nach Newark einfliegen konnte und insgesamt irgendwas nicht gepasst hat, was wir aber nicht mitbekommen haben. Aber es hat geklappt – wir sind hier. Am Flughafen wurden wir dann abgeholt von Alejandro ( der Fahrer) und von Jose unserem Mitbewohner. Aber nach ca. 28 Stunden unterwegs wollten wir nur eins – endlich schlafen!

Unser Haus

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht haben wir dann Malambo und unsere WG erkundet. Wir wohnen hier mit Jose, seinen 2 Schwestern Alina und Maria und Rosemary inklusive ihrem Hund Rose. Der erste Eindruck von unserer WG war so naja. Hygiene ist hier nicht so wichtig deswegen ist es auch ein bisschen schmuddelig und unordentlich. Mit Krabbeltieren haben wir – zum Glück!!!- noch keine Erfahrungen gemacht. Ab und an läuft ein kleiner Gekko über denBoden oder an der Wand hinauf, was mir aber 1000x lieber ist als Kakerlaken o.ä. Aber ich muss sagen, dass das hier für panamesische Umstände ein top Haus ist. Es ist eben gewöhnungsbedürftig 😉 Unsere Mitbewohner sind sehr nett. Ich denke wir verstehen uns alle sehr gut aber es ist nicht so ein enger Kontakt, dass man mal etwas unternimmt oder so. Aber da kann sich ja auch noch ändern. Unser Haus ist in der Mitte des Geländes. Also zwischen Mädchenheim und Schule. Apropos…

Unsere Arbeit

Unser Arbeitstag sieht ganz grob so aus:

7.00 -12.00 Unterricht in der Schule

12.00 -13.00 Mittagspause

13.00 – 16.00 Arbeit im Mädchenheim

Die Schule ist toll. Dort macht es mir echt sehr viel Spaß. Auch die Lehrer mit denen ich zur Zeit unterwegs bin sind sehr sehr nett. Cheryl und Ledys heißen sie. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich einen genauen Plan haben wann ich bei wem bin. Es entscheidet sich jeden Morgen aufs Neue bei wem ich bin. Cheryl hat eigentlich immer die kleinen Kinder von 2-6. Ihr habt richtig gelesen, die kleinsten Kinder sind 2 Jahre alt. Es gibt her keinen Kindergarten wie in Deutschland. Die Kinder kommen direkt in die Schule. Klar ist das hauptsächlich Malen,Singen und Basteln aber die Kinder können nicht Spielen und Toben und Quatsch machen – was Kinder eben so in dem Alter machen. Auch in den „älteren“ Klassen ist das so. Es ist schwer 4 Jährige Kinder für‘s Vokabeln lernen zu begeistern oder es irgendwie zu schaffen, dass sie sich 2 Schulstunden am Stück konzentrieren…  Aber auch in der 6. Klasse ( Kinder sind ca. 13) ist es komplett anders als in DE. Ich mein in dem Alter Ist es möglich sich 2 Stunden zu konzentrieren. Aber man unterrichtet dort nach dem Motto „Wer Lust hat macht mit, wer keine Lust hat, der lässt es“. Klar die Schüler haben meistens nicht so Lust, deswegen ist es im Unterricht auch sehr sehr laut und chaotisch. 7 Kinder arbeiten, 20 unterhalten sich. Man muss sich daran gewöhnen. Aber die Kinder sind wirklich sehr nett und versuchen einem auch das Spanisch näher zu bringen etc. Aber ich sag oftmals einfach nur „Si“ oder „No“ und hoffe das es keine Frage war, da die Kinder eben doch Kinder sind und nicht langsam sprechen,nuscheln oder selbst noch nicht gut sprechen können und ich sie dann einfach nicht verstehe.

Im Mädchenheim sind wir zur Zeit für die ganz Kleinen zuständig. Ihr müsst euch das so vorstellen: Es gibt nicht ein großes Haus in dem alle Kinder wohnen, sondern es gibt viele Häuschen in denen die Kinder, dem Alter entsprechend, wohnen. In den Häusern leben teilweise auch die Betreuer. Es gibt in jedem Haus Betreuerinnen und eine Köchin, welche die Kinder den Tag über versorgt. Die Häuser sind wie Reihenhäuser. Es gibt 2 Reihen die sich „gegenüberstehen“ und in der Mitte ist ein sehr großer Garten mit einem Riesen Spielplatz drauf (Sobald ich weiß wie man die Bilder hochläd stell ich eins rein, dass man sich es ein bisschen besser vorstellen kann).

Hannah und ich arbeiten wie o.g. Bei den ganz Kleinen (0-2). Es gibt aber leider wenig zu berichten, da die Babys nicht viel machen und wir zur Zeit  nur  bei denen sind. Sie sind süß:) Aber wir fragen ob wir vielleicht auch mit den älteren Kindern arbeiten können, da man mit ihnen mehr unternehmen kann ( Englisch Nachhilfe, Fußball, in‘s Schwimmbad  gehen, Sprechen…) .

Im Mädchenheim fällt mir der „Kulturschock“ am meisten auf. Die Mädchen leben manchmal  zu 8 in einem Zimmer, teilen sich einen Kleiderschrank, leben aus einem kleinen Kulturbeutelchen und haben keine Privatsphäre. Versteht mich nicht falsch es geht den Mädchen sehr gut, besser wie bei ihren Eltern (wenn sie welche haben), aber für uns… ja… unvorstellbar. Und genau darüber haben wir auch gesprochen. Wir können uns so glücklich schätzen was wir alles haben und welchen Standard  wir in DE genießen. Nicht nur auf die Wohnsituation bezogen. Der Staat unterstützt Menschen. Der Staat unterstützt Kinder, Kinder die Waisen sind, Kinder denen es nicht gut geht. Hier ist das nicht so. Es wird ein bisschen Geld für Personal gegeben aber das war‘s grob gesagt. Essen, Spielzeug, Unterkunft,  Bücher, Stifte, Kleidung, Medikamente […] Es ist nicht nur das Personal. Und ja die Betreuer sind auch nicht so, wie wir sie in Deutschland haben. Es kann sein das die Kinder Nachmittags einfach vor dem Fernsehr geparkt werden.  Haben wir gesehen und zwar nicht nur einmal kurz als Notlösung, sondern eher so Routinemäßig. Es gibt auch keine entwicklungsfördernden Spielzeuge wie Bauklötzchen oder so, bei denen die Kinder „mitdenken“ müssen.

Denkt aber bitte nicht, dass die Leute das tun weil sie böse Menschen sind oder sich nicht für die Kinder interessieren. Es ist dort einfach anders als hier. Ein ander Standard.

Die Gefühlslage

Die Gefühlslage ist gerade so ziemlich durchwachsen. Ein sehr großes Thema ist das Heimweh… Die ersten 3-4 Tage waren die Hölle. Ich wäre am liebsten sofort wieder abgereist. Dazu kam eben wie o.g. Der Kulturschock und eben kleine Dinge wie z.B. Keinen Spiegel, kein Regal, keinen richtigen Kleiderschrank, kein WLAN, die Kommunikation… es war einfach ein komplettes „Unwohlsein“ den ganzen Tag über.

Aber Entwarnung: Es ist besser geworden. Ich möchte nicht sagen dass es gut geworden ist aber es wird besser. Tag für Tag. Und ich hoffe das bleibt erstmal auch so. Die Ablenkung unter der Woche in der Schule und im Heim tut gut. Aber ich bin ehrlich, wirklich angekommen bin ich nicht.  Aber ich geb mein Bestes,das ich das in den nächsten Wochen bessert! 🙂

Panama City

Gestern haben wir unseren ersten Ausflug gemacht. Wir waren mit Zuly ( ehemalige Heimbewohnerin in Malambo ; Au Pair in Wendlingen gemacht —> spricht Deutsch!!)  und Jonathan (ist Panamaer und war mit Evivo ein Jahr in DE)  in Panama Stadt ( Die Einheimischen sagen nur „Panama“ deswegen mach ich das auch). Wir waren am Kanal und in Amedor. Beides sehr schön und interessant. Wichtig für uns war, dass wir das Bus fahren „lernen“ es ist nämlich ganz anders als in DE. Es gibt einen Bus der nach Panama fährt. Dort ist bei der Albrook Mall ein sehr großer Bus Bahnhof. Von dort aus fahren alle  Busse. Problem ist nur: es gibt weder Busfahrpläne noch eine Karte wohin der Bus überhaupt fährt. Im großen und ganzen haben wir es so ungefähr verstanden, aber eben nur ungefähr. Ich denke wir müssen das einfach üben. Und in Panama gibt es noch viele weitere Dinge zu erkunden.

 

Soviel mal zu den ersten Eindücken hier.

Muchos saludos  y besos

Eure Melina 🙂

 

 

 

 

Das Projekt

Um mal ganz von vorn anzufangen…

Das „Rahmenprogramm“ meines Freiwilligendienstes nennt sich „Weltwärts“. Weltwärts ist ein Programm, welches 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftsliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BZM) ins Leben gerufen und sendet jährlich ca. 3500 junge Menschen in verschiedene Einsatzgebiete auf der ganzen Welt. Genauere Info‘s dazu gibt es auf der Homepage ( http://www.weltwärts.de).

Die Entsendung an sich übernehmen einzelne „Entsendeorganiationen“. Meine Organisation heißt Evivo. Evivo ist eine kleine Organisation in Tübingen, welche von einem tollen Team geleitet wird ( Nur zu Empfehlen!!). Evivo betreut u.a. Projekte in Peru, Equador, Agentinien, Ghana und eben Panama. Auch hier gibt es genauere Info‘s auf der Homepage (www.evivo.org.de).

Nun aber zu meinem Projekt in PANAMA:

Ich Das Projekt befinden ich in Arraijan, was ca. 40 min von Panama Stadt entfern ist.  fünf Schwestern der „Hijas de la Caridad de San Vincente de Paul“ betreiben dort ein Mädchenheim und eine Schule.

Meine Stelle ist eine Pionierstelle d.h. , dass wir die ersten Freiwilligen sind, die in Arraijan arbeiten. Wir werden sowohl in der Schule „Escuela San José Malambo“ als auch im Kinderheim mithelfen. Beispielsweise im Englischunterricht oder durch sonstige Unterstützung, wie z.B. AG’s. Die Schule besuchen ca. 600 Schüler, dazu kommen noch die 100 Heimkinder. Es gibt dort die Klassen 1 – 12. Der Schultag beginnt um 6.50 Uhr und endet um 13.00 Uhr. Im Mädchenheim gibt es, wie o.g., 100 Kinder. Es sind vor allem Mädchen im Heim, Jungen dürfen nur bis zum 7. Lebensjahr bleiben. Die Kinder Leben, mit ihren Betreuern, in verschiedenen Häusern. Die Mädchen sind im Alter von 0-18.

Das Projekt nimmt Waiseninder, Kinder mit HIV, Kinder mit (geistiger) Behinderung und/oder Lernschwierigkeiten sowie Kinder, die sexuell Missbraucht wurden, auf.

Soweit zu meiner Einsatzstelle .

Bald kann ich euch allen mehr berichten.

Muchos Saludos eure Melina 🙂

 

 

 

Bald geht‘s los…

Hallo an alle Freunde, Bekannten und Interessierte 🙂

Bald ist es soweit, es geht los. Am 29.Juli 2018 fliege ich von Frankfurt  nach Ciudad de Panama und von dort aus geht es mit dem Auto weiter nach Arraijan, meine Wahlheimat für ein ganzes Jahr.

Ich möchte euch durch den Blog hier, an meinem Jahr in Panama teilhaben lassen. Ich habe vor mich mindestens einmal im Monat mal zu melden und euch über meine Erlebnisse zu informieren. Jetzt mal schauen wie das so klappt 🙂

Stand jetzt läuft allesganz gut, die Vorbereitungen neigen sich dem Ende zu. Die Impfungen sind erledigt, die Papiere wurden abgeheftet nur packen muss ich noch.

Wenn das erledigt ist, steht dem Jahr in Panama nichts mehr im Wege.

Ihr werdet von mir hören 🙂

Muchos Saludos y Besos

Melina